Sonntag, 23. Februar 2014

...mit der grüner Macht.

Da habe ich gerade mit viel Selbstüberredungskunst aus Vernunftgründen meine Vitamix-Träume ad acta gelegt und dann das. Na schönen Dank auch, Frau Schmid!

Die hat nämlich zusammen mit Stephanie Mehring ein Buch mit dem Titel 7 Tage grün - Grüne Smoothies und Rohkost veröffentlicht, in dem so gut wie alles, was gesund und grün ist, formschön im Mixgerät zu köstlichen Powersmoothies püriert wird. Und wer könnte sich der Übermacht an widerspenstigen Grünpflanzen besser entgegenstellen, als der Ferrari unter den Höchstleistungsmixern?


Naja, wenn man mal ehrlich ist, hat mein recht durchschnittlich begabter Standmixer bisher alle Rezepte aus dem Buch die ich probiert habe vorbildlichst zu lecker Trinkbarem verarbeitet. Und davon gibt es reichlich in diesem kleinen Gesundheitsratgeber.

Franziska Schmid ist vor allem durch ihren Blog www.veggie-love.de seit Beginn meiner veganen Zeit eine große Inspiration. Ihr geht es um weit mehr als das vegane Leben an sich, sondern auch um Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung. Beiträge auf ihrem Blog zum Thema Detox gab es schon häufiger. Auch über die Vorzüge von vitamin- und mineralstoffreichem Blattgrün wurde dort schon berichtet. Und so ist dieses Buch nur eine logische Konsequenz. Übersichtlich werden Fragen zum Thema Detox, Entschlacken und Rohkost beantwortet. Die Rezepte sind geschmacklich vielfältig und schnell nachgebastelt. Außerdem erfährt man viel Wissenswertes über Lebensmittel und Nährstoffe.

Ob man sich nun in einer 7 Tage-Kur mit diesen wunderbaren Rezepten entgiftet oder regelmäßig ein paar grüne Alleskönner in den Speiseplan einfließen lässt, das bleibt jedem selbst überlassen. Gesund ist beides.



Mittwoch, 19. Februar 2014

...mit gefüllten Paprika.

Vegan macht erfinderisch. Wenn man nicht mehr alles mit einer dicken Schicht Käse überbacken kann, müssen Alternativen her. Zum Glück muss aber auch hier das Rad nicht neu erfunden werden. Schaut man sich einfach nur mal ein bisschen in anderen Landesküchen um, stößt man schnell auf adäquate Lösungen. Die Idee Ofengerichte mit einer Kartoffelkruste zu überbacken ist urbritisch und gibt es bereits seit dem 18ten Jahrhundert. Das scheint mir also lang erprobt und daher auch geeignet meine gefüllten Paprika zu krönen. Ergebnis: Äußerst schmackhaft.


Rezept für 4 Paprikaschoten
  • 4 mittelgroße grüne Paprikaschoten
  • 350 g mehligkochende Kartoffeln, geschält und in grobe Stücke geschnitten
  • ca. 150 ml Sojamilch
  • 1/2 EL Pflanzenmargarine
  • Salz
  • 3 EL Rapsöl
  • 400 g Tofu natur
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 EL getrocknete Tomaten in Öl, gehackt
  • 3 Tomaten, in kleine Würfel geschnitten
  • 2 TL getrockneter Majoran
  • 70 g veganer Frischkäse (z. B. Soyananda Tomate)
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • Pfeffer und Salz
Bei den Paprikaschoten einen Deckel abschneiden, Kerne entfernen und mit Öffnung nach oben in eine gefettete Auflaufform stellen.

Kartoffeln in Salzwasser garen und abgießen. In einer Schüssel Kartoffeln zerstampfen und Pflanzenmargarine unterrühren. Dann langsam die Sojamilch unterrühren, bis eine gute nicht zu flüssige Püreekonsistenz entsteht. Eine Prise Salz zugeben.

In einer Pfanne den zuvor mit den Händen fein zerkrümelten Tofu ca. 5 Minuten in Öl goldbraun braten. Zwiebeln dazugeben und 2 Minuten weiter braten. Dann Tomatenmark und getrocknete Tomaten dazugeben und ebenfalls kurz anbraten. Tomatenwürfel einrühren, mit Majoran und Salz würzen. 5 Minuten köcheln lassen, dann den veganen Frischkäse unterrühren. Eventuell noch mal mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Pfanneninhalt gleichmäßig in die Paprika verteilen. Zum Schluss das Püree in die Paprika einfüllen. Gemüsebrühe auf den Boden der Auflaufform gießen. Auf der mittleren Schiene bei 200° C ca. 30 Minuten backen, bis das Püree goldbraun ist.



Sonntag, 16. Februar 2014

...mit Sauerkrautpizza.

Sauerkraut ist tatsächlich vielseitiger als man denkt. Früher kannte ich das Kraut nur in Verbindung mit Kartoffelpüree. Ist auch sehr lecker, aber diese eingeschränkte Verwendung wird dem leckeren Kraut nicht gerecht. Da ist der kreative Kochgeist gefragt. Nach der erfolgreichen Kombination mit Pasta landete das Sauerkraut gestern Abend dann auf Pizzaboden. Ultra lecker. Ich hatte natürlich schon vermutet, dass das ganz gut geht. Wie lecker das Ergebnis dann aber war, hat mich ehrlich überrascht. Das solltet Ihr unbedingt mal ausprobieren.


Rezept für 1 Backblech
  • 1 Packung veganer Pizzateig (z. B. von DonauStrudel aus dem Bioladen)
  • 1 Dose vorgegartes Sauerkraut (ca. 400 g), abgetropft
  • 140 g veganer Frischkäse (z. B. von Soyananda)
  • 2 EL Pflanzensahne
  • 1 Knoblauchzehe, zerdrückt
  • 2 TL getrockneter Thymian
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 EL Olivenöl
  • 3 - 4 Tomaten, in Scheiben geschnitten
  • 1 EL getrocknete Tomaten in Öl, in feine Streifen geschnitten
  • Pfeffer und Salz
Backofen auf 200° C vorheizen. Pizzateig auf Backpapier auf dem Backblech ausrollen.

Frischkäse mit Öl, Pflanzensahne, Knoblauch und Kräutern cremig verrühren. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Creme auf dem Pizzaboden verteilen. Sauerkraut gleichmäßig auf der Creme verteilen. Zum Schluss die Tomatenscheiben und getrocknete Tomaten gleichmäßig auf dem Sauerkraut verteilen.

Im Backofen auf der untersten Schiene ca. 20 Minuten backen.

Mittwoch, 12. Februar 2014

...mit dem Vegan Wednesday #77.

Der Morgen war irgendwie zu kurz, um richtig zu frühstücken. Die Mittagspause war auch schon für 12 Uhr angekündigt, also musste ein Soja-Milchkaffee vom Lieblingskaffeebrauer reichen. Weitere Inspirationen gibt's bei Regina von Muc.Veg:


Morgens: Ein großer Soja-Milchkaffee. 

Mittags: Spaghetti mit veganer Bolognese.

Abends: Salbei-Gnocchi mit Süßkartoffeln.

Sonntag, 9. Februar 2014

...in kleinen Schritten und mit samtweichen Händen.



Es passiert mir immer wieder, dass auf mein "Outing" als Veganerin folgender Satz entgegnet wird: "Das finde ich bewundernswert, könnte mir eine so große Umstellung für mein Leben aber nicht vorstellen."

Respekt vor vermeintlich großen Umstellungen im Leben kann ich gut nachvollziehen. Aber wer bestimmt denn die Größe der Umstellung? Wenn wir alles nach dem Motto "ganz oder gar nicht" umsetzen wollten, würden die meisten sicher zu Letzterem tendieren. Und das würde in der Konsequenz bedeuten, dass sich gar nichts mehr bewegt, verändert und verbessert. Umstellungen in kleinen Schritten sind von jeher leichter und einfacher dauerhaft beizubehalten.

Eine Kollegin berichtete mir vor ein paar Tagen beschämt, dass sie es mehrfach mit verschiedenen Sorten Pflanzenmilch im Kaffee ausprobiert hat, ihr aber nichts wirklich schmeckt und sie jetzt wieder Kuhmilch im Kaffee trinkt. Was soll ich da sagen? Statt mich negativ darüber zu äußern, schlage ich ihr halt einen anderen Ansatzpunkt zur Verbesserung vor. Und siehe da, der fällt ihr ganz leicht. Ab sofort benutzt sie nur noch vegane Handcreme. Das ist ein Anfang. Vegan ist ganz leicht und jeder Schritt zählt. Auch ein kleiner Schritt.

Wer sich für eine Weltveränderung mit samtweichen Händen begeistern kann, ist mit den folgenden Cremes gut beraten:

Handpflege von NONIQUE: zieht schnell ein
und duftet angenehm leicht.

Hand Cream von benecos: zieht relativ
schnell ein und duftet sehr  gut.

Handcreme von lavera: zieht schnell ein,
duftet etwas intensiver aber angenehm.